{"id":62,"date":"2014-05-01T20:31:46","date_gmt":"2014-05-01T18:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/jule-pape.de\/esther\/?p=62"},"modified":"2014-05-01T20:31:46","modified_gmt":"2014-05-01T18:31:46","slug":"gunst-erlangen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/jule-pape.de\/esther\/gunst-erlangen\/","title":{"rendered":"Gunst erlangen"},"content":{"rendered":"<p>Tag Zwei<br \/>\nGunst erlangen<\/p>\n<p>SCHATZ DES TAGES<\/p>\n<p>\u201cUnd das M\u00e4dchen gefiel ihm und erlangte Gnade vor ihm.\u201d Ester 2, 9<\/p>\n<p>Xerxes reagierte auf den Vorschlag seiner Assistenten wie folgt: \u201cUnd das Wort war recht in den Augen des K\u00f6nigs, und er machte es so.\u201d (Ester 2,4). Um uns ein Bild von dem Kontext f\u00fcr die heutige Lektion zu machen, denk noch einmal \u00fcber den Vorschlag nach, den die Diener ihm gemacht haben. Der Wettbewerb war auch bei den Persern, die damals lebten, etwas unkonventionell.<br \/>\nTheoretisch h\u00e4tte Xerxes Suche nach einer neuen K\u00f6nigin auf sieben adelige Familien beschr\u00e4nkt werden m\u00fcssen. Stattdessen erfolgte die Suche nach Persia&#8217;s Next Topmodell im ganzen Reich. Scheinbar war die wichtigste F\u00e4higkeit, die die Frauen haben mussten, sehr gut mit der Krone auszusehen, um es nett aus-zudr\u00fccken. Vielleicht sind ein paar von uns jung, sch\u00f6n und faszinierend genug, um sich vorzustellen, dass man sie auch ausgew\u00e4hlt h\u00e4tte, aber der Rest von uns &#8211; mich eingeschlossen &#8211; haben eine eher emp\u00f6rte Reaktion auf das Ganze, was sehr verst\u00e4ndlich ist.<br \/>\nDas Letzte, was ich zur Zeit gebrauchen kann, ist es, noch mehr best\u00e4tigt zu werden, dass eine Frau nur so wertvoll ist, wie sie auch sch\u00f6n ist. Oder noch schlimmer, dass sie nur so wertvoll ist, wie sie auch sinnlich ist. Es ist sogar so, dass ich nicht w\u00fcsste, ob ich \u00fcberhaupt weiter machen wollte, wenn ich nicht w\u00fcsste, was in dieser Geschichte und diesem Studium noch passieren w\u00fcrde. Bekommen wir nicht von der Welt sowieso schon genug von diesem Druck zu sp\u00fcren? Wer braucht so etwas dann auch noch von einem Bibelstudium?<br \/>\nBleib dran. Denn es scheint so, als ob das Buch Ester alte Wunden aufrei\u00dfen w\u00fcrde, die uns unsere Kultur zugef\u00fcgt hat, aber ich glaube, dass Gott das Buch auch dazu benutzen m\u00f6chte, um diese Wunden zu reinigen, damit sie heilen k\u00f6nnen. Wir werden langsam anfangen zu sehen, dass es viel mehr als nur Sch\u00f6nheit war, was Ester zur Hauptperson unserer Geschichte gemacht hat. Lies bitte Ester 2, 5-9. Von dem ersten Seminar wirst du wahr-scheinlich noch wissen, dass wir schon die Verse 5-7 besprochen haben. Daher werden wir die folgende Frage mit der Hilfe dieser Verse beantworten, aber die Kommentare von heute werden sich auf die Verse danach beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Hauptfrage:<\/p>\n<p>Schreib am Rand alles auf, was die Verse 5-7 uns \u00fcber Mordechai und Ester erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Mordechai<br \/>\nEster<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Du hast nun die perfekte M\u00f6glichkeit, um zumindest eine \u201cRettung\u201d in der PURIM-Liste einzutragen. In Ester 2,8 lernen wir, dass der Vorschlag von Xerxes Diener in einen k\u00f6niglichen Erlass um-gewandelt wurde, der im ganzen Reich verbreitet wurde.<br \/>\nNimm dies nicht auf die leichte Schulter. Stell dir die Reaktionen auf diese Nachricht vor, w\u00e4hrend sie sich in den ganzen Provinzen verbreitete. Ganz zu schweigenvon den Reaktionen bei dem Anblick, den die ganzen M\u00e4dchen gegeben haben, die in ihrer besten Kleidung von den Beauftragten entweder eingesammelt wurden, weil sie sch\u00f6n genug waren, oder wieder weggeschickt wurden, weil sie es nicht waren. Der Gedanke geht mir unter die Haut.<br \/>\nEs ist eine Sache, sich zu einem Sch\u00f6nheitswettbewerb anzumelden, aber zu einem gezwungen zu werden, ist was ganz Anderes. Die Szene, die sich hier bot, war nicht wie die Szene aus dem M\u00e4rchen, in dem der Prinz durch das ganze Land eilt, um die Frau zu finden, der der Glasschuh passte. Diese \u00e4hnelte eher einer Rinderschau, wo die besten der besten Tiere gezeigt werden. Soviel wir wissen, k\u00f6nnte es sogar sein, dass die Beauftragten auch die Z\u00e4hne der M\u00e4dchen begutachtet haben, wie man es vor dem Kauf eines Pferdes macht. Trotzdem waren die meisten der M\u00e4dchen wahrscheinlich ganz in der Romantik und dem Glanz der ganzen Sache wie in einem Traum gefangen.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnten ein paar positive Reaktionen gewesen sein, als man die ganzen Sch\u00f6nheiten sammelte?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was denkst du, waren die negativen Dinge an der ganzen Geschichte?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201cViele M\u00e4dchen wurden in die Burg Susa zusammengebracht.\u201d Keine pers\u00f6nliche Anmeldung. Keine Genehmigung der Eltern ben\u00f6tigt. Die gro\u00dfe Anzahl von M\u00e4dchen wurde wie eine Herde fetter K\u00fche nach Susa getrieben, ohne Widerrede. Sie wurden einfach gefangen genommen, genauso wie die Juden so viele Jahre vorher ins Exil gef\u00fchrt worden waren, auch wenn manche vielleicht so t\u00f6richt waren, dar\u00fcber auch noch gl\u00fccklich zu sein.<br \/>\nViele der M\u00e4dchen und ihre Familien waren wahrscheinlich begeistert. Was k\u00f6nnte sich schlie\u00dflich ein kleines M\u00e4dchen mehr w\u00fcnschen, als K\u00f6nigin zu sein? Denk aber einmal \u00fcber die Paare nach, die verlobt waren, oder die Panik, die manche Eltern bekamen, als sie sich vorstellten, dass ihr Tochter genauso leicht austauschbar sein konnte wie Wasti. Viele von ihnen w\u00fcrden ihre Jungfr\u00e4ulichkeit nicht nur durch einen Mann verlieren, der sie nie wieder zu sich kommen lassen w\u00fcrde, sondern sie w\u00fcrden auch jede Chance verlieren, jemals eine eigene normale Familie zu haben. Es tut mir leid, aber das ist die Wahrheit.<br \/>\nDa wundert es einen nicht, dass die Kommentatorin Joyce Baldwin die Situation der M\u00e4dchen \u201cmehr als die einer Witwe beschreibt als die einer Ehe\u201d. 4 Baldwin beschreibt auch die andere Seite der Medaille: \u201cDas Ansehen, das man dadurch erlangt, dass man im Palast lebte, war nur eine kleine Entsch\u00e4digung daf\u00fcr, dass man von dem K\u00f6nig vergessen wurde, aber M\u00e4dchen mit einer Leidenschaft f\u00fcr Luxus, konnten diese in vollem Masse ausleben.\u201d 5 Fox sagt, dass die M\u00e4dchen in \u201ceiner vornehmen aber sinnlosen Gefangenschaft\u201d 6 lebten. Er beschreibt auch andere Ereignisse, die Chancengleichheit auf ungerechte Behandlung bieten: \u201cam bedr\u00fcckendsten ist es, dass ihr eigener Wille, was auch immer er sein m\u00f6ge, keine Rolle spielt &#8230;. Sie werden einfach herumgereicht, von Zuhause, in den Harem, in das Bett des K\u00f6nigs. Ihr K\u00f6rper geh\u00f6rt jemand anderem, sogar so vollkommen, dass dies noch nicht einmal als Zwang dargestellt wird. Aber nicht nur M\u00e4dchen wurden auf diese Weise behandelt. Herodot (III 92) berichtet davon, dass jedes Jahr 500 Jungen aus Babylonien und Assyrien genommen wurden, und sie f\u00fcr den Dienst am persischen H\u00f6fe kastriert wurden. Die Sexualit\u00e4t von allen, nicht nur die der Frauen, stand dem K\u00f6nig frei zur Verf\u00fcgung. Die Brutalit\u00e4t des Systems war in dieser Hinsicht also nicht das, was wir als sexistisch beschreiben w\u00fcrden.\u201d 7<\/p>\n<p>Alle von uns, die Jesus pers\u00f6nlich kennen, leben sowieso unter einer g\u00f6ttlichen Herrschaft, in der wir sowieso alle Prinzessinnen sein werden.<\/p>\n<p>Das nenn ich mal einen k\u00f6niglichen Rechtsanspruch! Was dachten der K\u00f6nig und seine Beauftragten eigentlich, wer sie sind? Atme einfach erleichtert auf, dass wir unter einem demokratischen System leben, in dem jeder bestimmte, unver\u00e4u\u00dferliche Rechte hat. Alle von uns, die Jesus pers\u00f6nlich kennen, leben sowieso unter einer g\u00f6ttlichen Herrschaft, in der wir alle Prinzessinnen sein werden. Nun lasst uns mal nachschauen, was passierte, als die M\u00e4dchen in Susa ankamen.<\/p>\n<p>Wer war Hegai? Sieh in Ester 2, 3 + 8-9 nach.<br \/>\nWas waren ein paar seiner offensichtlichen Aufgaben?<br \/>\nWas uns deutlich erleichtern wird, ist es, dass Hegai keine b\u00f6se Rolle in unserer Geschichte spielt. Seine wichtigste Rolle in der Handlung ist seine Beziehung zu Ester &#8211; ein j\u00fcdisches M\u00e4dchen, das in einem persischen Harem gelandet ist, und dadurch dazu gezwungen wurde, noch einmal ein Elternteil zu verlieren. Ester 2,9 bietet uns zwei Schl\u00fcssel an, mit deren Hilfe wir all das entschl\u00fcsseln k\u00f6nnen, was unter ihrer Sch\u00f6nheit verborgen liegt. \u201cUnd das M\u00e4dchen gefiel ihm und erlangte Gnade vor ihm.\u201d Umkreise die Worte \u201cgefiel ihm\u201d und \u201cerlangte Gnade\u201d (oder auch Gunst); und denke dann einmal \u00fcber deren Bedeutung nach.<br \/>\nDie Tatsache, das Ester dem Eunuchen gefiel, spricht B\u00e4nde dar\u00fcber, wie Ester war, nicht \u00fcber ihre Sinnlichkeit, sondern \u00fcber ihre gewinnende Art. Er sah etwas tieferes als ihre physikalische Anziehungskraft. Die Bereitschaft des Eunuchen, sich zu beeilen, und Esters Chancen, ausgew\u00e4hlt zu werden, zu vergr\u00f6\u00dfern, beschreibt genau, was der Text auch noch in Ester 2,9 sagt: Sie erlangte Gnade vor ihm.<br \/>\nSchau genau hin, denn die Beschreibung von Ester mit diesen Worten wird sehr wichtig sein. Wenn wir in Ester 2, 9 lesen, dass sie die \u201cGnade (des Eunuchen) erlangte\u201d, sagt das Hebr\u00e4ische an dieser Stelle, dass Ester Hegai erfreute und seine G\u00fcte \u201cerwarb\u201d oder \u201cnahm\u201d. 8 Schreibe die Worte erwerben und nehmen am Rand auf und denke \u00fcber den Rest des Zitates nach: \u201cDieser Ausdruck (der nur im Buch Ester vorkommt) beinhaltet einen Form von etwas Aktivem, wie es in der Form G\u00fcte \u201cerwerben\u201d deutlicher wird als in dem \u00fcblichen Ausdruck \u201cG\u00fcte finden\u201d. G\u00fcte erwerben ist etwas, was sie tut, und nicht etwas, was andere ihr geben.\u201d 9 Lasst uns dieses Konzept noch weiter untermauern.<\/p>\n<p>Beschreibe den Unterschied, den du zwischen G\u00fcte \u201cfinden\u201d und G\u00fcte \u201cerwerben\u201d siehst.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nEster hat sich weder in einer Ecke zusammengekauert und dann Hegais Gunst erfahren, noch hat sie sich so in der Gruppe der M\u00e4dchen verloren, so dass seine Gunst auf der Suche nach ihr verloren gegangen ist. Etwas strahlte von ihr aus, das aktiv und offensichtlich war, so dass sie die Gunst von Hegai erwarb.<\/p>\n<p>Was denkst du, war es?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inmitten der ganzen Sachen, die du gerade erw\u00e4hnt hast, ist auch die Tatsache, dass Ester die F\u00e4higkeit hatte, mit Menschen umzugehen. Untersch\u00e4tze niemals den Einfluss, den man durch eine soziale Kompetenz auch in den unbequemsten Begegnungen haben kann. Eine soziale Kompetent, die von Gott angetrieben und durch das Lesen der Bibel angeregt wurde. Trotz der Missbilligung von den unertr\u00e4glichen Religi\u00f6sen, die immer nur finster dreinschauen, m\u00fcssen wir weder weltlich sein, um gemocht zu werden, noch unaufrichtig, um gewinnend zu sein. Wir k\u00f6nnen Gott lieben und immer noch von Menschen gemocht werden.<br \/>\nUnser Studium von Ester ist nicht daf\u00fcr da, um uns beizubringen, wie wir Menschen bearbeiten k\u00f6nnen, sondern wie wir gut mit Menschen arbeiten k\u00f6nnen. Es ist auch nicht das einzige Buch der Bibel, das dazu geeignet ist. Das Buch der Spr\u00fcche ist eine ganze Ansammlung von Anleitungen f\u00fcr menschliche Interaktionen.<\/p>\n<p>Wie beschreiben diese Verse die F\u00e4higkeit, gut mit Menschen umgehen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Spr\u00fcche 16, 21 + 23<br \/>\nSpr\u00fcche 29, 11<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Konzept von Weisheit beinhaltet sowohl im Alten als auch im Neuen Testament die F\u00e4higkeit, gut mit Menschen umgehen zu k\u00f6nnen. Diese F\u00e4higkeit wird von Erkenntnis, Urteilsverm\u00f6gen, Besonnenheit und Diplomatie, die alle von Gott kommen, gen\u00e4hrt. Der vielleicht beste Weg, diese F\u00e4higkeit mit der Bibel zu definieren, ist dieser: g\u00f6ttliche Weisheit, die durch Beziehungen widergespiegelt wird. In Lukas 2,52 wird dies in dem Leben von Jesus Christus gezeigt, der unserer ultimatives Beispiel ist.<\/p>\n<p>Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.<br \/>\nLukas 2, 52<\/p>\n<p>Was Christus in Perfektion besa\u00df, musste Ester zumindest zum Teil besessen haben. Von dem ersten Eindruck an, den wir von Ester bekommen, f\u00e4llt ihr ein Gefallen nach dem anderen zu. K\u00f6nnte der Schl\u00fcssel zu dem Ganzen etwa sein, dass sie diese niemals gefordert hat? Etwas war daf\u00fcr verantwortlich, dass sie in der Menge von hunderten von sch\u00f6ner, verw\u00f6hnter M\u00e4dchen, die alle versuchten, die Sch\u00f6nste zu sein, auffiel.<br \/>\nIch wei\u00df nicht wie es dir geht, aber wenn ich an Hegais Stelle gewesen w\u00e4re, w\u00e4re es mir wesentlich einfacher gefallen, jemanden, der dem\u00fctig und freundlich ist, meine Aufmerksamkeit zu schenken, und ihr mehr zu helfen. Und dies w\u00e4re erst Recht der Fall, wenn dieses M\u00e4dchen es nicht lautstark einforderte. Wenn wir uns weiterhin das Bild ansehen, dass uns die Bibel von Ester gibt, werden wir mehr und mehr davon \u00fcberzeugt sein, dass &#8211; wenn ich mal einen eher altmodischen Begriff benutzen darf &#8211; ihre Manieren ein wichtiger Grund daf\u00fcr waren, dass sie gut bei den Menschen ankam.<\/p>\n<p>Wie w\u00fcrdest du den Begriff \u201cManieren\u201d f\u00fcr dich definieren?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was sind ein paar Begriffe, die das Gegenteil beschreiben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manieren. Wichtiger als zu definieren, was das ist, glaube ich, ist es, dass Gott unsere Gunst bei anderen Menschen vergr\u00f6\u00dfern kann, indem er sie verbessert. Gesellschaftliche Umgangsformen werden in unseren Gesellschaft, in der sich jeder durchsetzten will und alle sagen, was sie denken, immer mehr zu einer aussterbenden Kunst, wobei doch so Vieles besser ungesagt &#8211; und auf jeden Fall ungeh\u00f6rt &#8211; bleiben sollte. Dass wir in einer solch unh\u00f6flichen Gesellschaft leben, hat etwas Positives: eine Frau mit guten Manieren, auch wenn dies nur hei\u00dft, dass sie Leute einander vorstellen oder eine gute Gastgeberin sein kann (mehr dazu in Ester 5), wird hervorstechen, wie ein Diamant in einer Kiste mit Kohle. Gott kann ihr Gunst gew\u00e4hren, die eine Frau, die eine ganze Wand mit ihren Auszeichnungen beh\u00e4ngen kann, vielleicht niemals erreichen kann.<br \/>\nAuf den Seiten des Buches Ester finden du und ich eine inspirierte und eingravierte Einladung zu einem Leben voll reiner und unbefleckter Gnade. Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass M\u00e4dchen mit Manieren immer ohne Umschweife auf eine Einladung antworten.<br \/>\nBitte antworte ohne Umschweife mit Ja<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag Zwei Gunst erlangen SCHATZ DES TAGES \u201cUnd das M\u00e4dchen gefiel ihm und erlangte Gnade vor ihm.\u201d Ester 2, 9 Xerxes reagierte auf den Vorschlag seiner Assistenten wie folgt: \u201cUnd das Wort war recht in den Augen des K\u00f6nigs, und er machte es so.\u201d (Ester 2,4). Um uns ein Bild von dem Kontext f\u00fcr die heutige Lektion zu machen, denk noch einmal \u00fcber den Vorschlag nach, den die Diener ihm gemacht haben. Der Wettbewerb war auch bei den Persern, die damals lebten, etwas unkonventionell. Theoretisch h\u00e4tte Xerxes Suche nach einer neuen K\u00f6nigin auf sieben adelige Familien beschr\u00e4nkt werden m\u00fcssen. Stattdessen erfolgte die Suche nach Persia&#8217;s Next Topmodell im ganzen Reich. 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